Der große Magier Ministerpräsident Tsipras, fast so mächtig wie Voldemort, hat gezaubert, kein Kaninichen kam zum Vorschein, sondern nur alte Vorschläge, die bereits bekannt waren und unter Varoufakis schon vehement abgelehnt wurden. Es hat den Magier etwas von seiner Macht oder Kraft gekostet, aber der Trick scheint zu gelingen. Vielleicht hat er die Geldgeber genug schwindelig geredet und sie zahlen nur, um wieder ihre Ruhe zu haben, in ihren Dienststellen, ihren Parlamenten und auf ihren Sesseln zu dösen und von einem starken, vereinten Europa zu träumen.
Das Publikum, die EU, voran Frankreich, die EZB, der IWF, der EFSF und wie sie alle heißen, applaudieren artig. Dabei hat die ungeliebte Troika den Griechen erst den Trick erklären müssen.
Es gibt auch nichts Neues. Das Finanzsystem in Griechenland wird ja nicht grundlegend
umgekrempelt werden, im Großen und Ganzen bleibt ja alles beim Alten.
Die Kreditgeber könnten eigentlich schon die Forderungen als
"uneinbringlich" abschreiben, da Griechenland zahlungsunfähig ist und vermutlich bleiben wird.
Griechenland wird nach der Zahlung zur Normalität zurückkehren und nichts ändert
sich - alles auf Anfang. Ich bin mir sicher, wir sehen die griechische Regierung 2018 oder 2020 in
Brüssel wieder, vielleicht nicht diese, dann eine andere, die EU-Geberländer um Geld anzugehen.
Bis dahin ist die Altersgrenze für Arbeitnehmer bei uns auf 70
heraufgesetzt worden, die Straßen, Brücken und Infrastruktur noch ein bisschen
schlechter, ebenso die Krankenversorgung,
vielleicht werden auch die Renten gekürzt, die Schulen und Universitäten noch ein bisschen maroder und schlechter ausgestattet. Irgendwo muss ja schließlich gespart werden.
Diese ganze Mogelpackung "Kredite für Griechenland" sollte
eigentlich auch nicht mehr Kredit heißen, sondern Spende, da eh nichts davon
zurückkommt.
Der Presse war zu entnehmen, dass von den
Unterstützungs-Zahlungen zunächst Hedgefonds bezahlt werden, die dann den großen Reibach machen. Vermutlich geht der "kleine Mann", wie so oft, wieder leer aus.
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