Der große Führer der
Türkei, Recep Erdogan regiert sein Land wie ein absolutistischer Herrscher. Jetzt
hat er sich für die Beteiligung an den Unruhen am und um den Gezi Park in
Istanbul gerächt.
Wie wir uns erinnern, ging
es nur um die strittige Neubebauung eines Parks im Herzen Istanbuls, die viele
Bürger friedlich zu verhindern suchten, ehe sie mit Polizeigewalt vertrieben
wurden.
Zahlreiche Personen, wie
auch die Vertreterin der Taksim-Solidaritäts-Plattform Mücella Yapice wurden festgenommen
und warten auf ihre Prozesse.
Heute wurde bekannt, dass das
Parlament unter Ministerpräsident Erdogan in einer Nacht- und Nebelaktion ein
Gesetz verabschiedet hat, dass der Architektenkammer, der TMMOB, künftig ein
Mitspracherecht an kommunalen Bauprojekten grundsätzlich untersagt.
Die türkischen Architekten-und
Ingenieurskammern gehörten zu den größten Kritikern für die Neubebauung des Gezi-Parks
Künftig darf nur noch das Ministerium
für Umwelt und Stadtentwicklung Entscheidungen zu Baumaßnahmen fällen.
Es scheint die Rache für die Beteiligung der Architekten der
Kammer an den Demonstrationen zu sein und ein weiterer Rückschritt in der
Demokratiebewegung der Türkei.
Es fehlt nur noch der Erlass
eines Ermächtigungsgesetzes, wie es in Deutschland im Jahr 1935 gültig war, der
Erlass von Berufsverboten und Verfolgungen bestimmter Personenkreise.
Die Europäische Union
sollte genau hinsehen, wen sie mit ins Boot nimmt.
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