Zweimal innerhalb der
letzten Woche hat der türkische Minister Bagis, zuständig für EU-
Angelegenheiten unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel gedroht, sie sollte nicht
mit dem EU Beitritt der Türkei spielen. Gedanken wird man sich wohl machen
dürfen.
Davor hatte er mit einem
negativen Wahlausgang gedroht. Zitat: „Wenn Frau Merkel nach innenpolitischen
Themen für ihren Wahlkampf sucht, sollte das nicht die Türkei sein!“ Warum
eigentlich nicht?
Er ergänzte: „Wenn Frau
Merkel sich die Angelegenheit anschauen wird, wird sie sehen, dass diejenigen, die sich in die
Angelegenheiten der Türkei einmischen, kein glückliches Ende nehmen.“
Ich weiß nicht, welche
Einmischung, bzw. welches Ende Minister Bagis meint, die Kooperation des deutschen
Kaisers mit dem osmanischen Reich und dem verlorenen Ersten Weltkrieg? Könnte
durchaus sein.
Dabei erinnert die grobe
und brutale Behandlung der Demonstranten in Istanbul doch stark an den Genozit
der Armenier, die von den Osmanen zu Hunderttausenden in den Tod getrieben und
fast ausgerottet wurden. Wir sollten auch das nicht vergessen.
Die Türkei ist, was den Anschluss
an die EU angeht, sehr dünnhäutig. Aber sollten wir einen Staat, der mit fast mittelalterlichen
Methoden, mit seinen Mitbürgern umgeht, in unsere Gemeinschaft lassen?
Ein Staat, der nur sich
als Mittelpunkt der Welt sieht? Die Türkei und ihre Führer bitten nicht, sie
fordern! Sollte sich das eine Staatengemeinschaft auf Dauer gefallen lassen?
Die Zeiten sind vorbei, in
denen geglaubt wurde, die Sonne ginge in der Türkei auf. Das war bis zum
Mittelalter vertretbar. Die Türkei, will es uns aber glauben machen. Sie und
ihre Führer haben immer noch nicht verstanden, wenn man Atatürk ausnimmt, dass
wir in der Neuzeit leben.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen