Samstag, 22. Juni 2013

Türkischer Minister droht Merkel mit negativem Wahlausgang



Zweimal innerhalb der letzten Woche hat der türkische Minister Bagis, zuständig für EU- Angelegenheiten unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel gedroht, sie sollte nicht mit dem EU Beitritt der Türkei spielen. Gedanken wird man sich wohl machen dürfen.

Davor hatte er mit einem negativen Wahlausgang gedroht. Zitat: „Wenn Frau Merkel nach innenpolitischen Themen für ihren Wahlkampf sucht, sollte das nicht die Türkei sein!“ Warum eigentlich nicht?
Er ergänzte: „Wenn Frau Merkel sich die Angelegenheit anschauen wird, wird sie sehen,  dass diejenigen, die sich in die Angelegenheiten der Türkei einmischen, kein glückliches Ende nehmen.“

Ich weiß nicht, welche Einmischung, bzw. welches Ende Minister Bagis meint, die Kooperation des deutschen Kaisers mit dem osmanischen Reich und dem verlorenen Ersten Weltkrieg? Könnte durchaus sein.

Dabei erinnert die grobe und brutale Behandlung der Demonstranten in Istanbul doch stark an den Genozit der Armenier, die von den Osmanen zu Hunderttausenden in den Tod getrieben und fast ausgerottet wurden. Wir sollten auch das nicht vergessen.

Die Türkei ist, was den Anschluss an die EU angeht, sehr dünnhäutig. Aber sollten wir einen Staat, der mit fast mittelalterlichen Methoden, mit seinen Mitbürgern umgeht, in unsere Gemeinschaft lassen?
Ein Staat, der nur sich als Mittelpunkt der Welt sieht? Die Türkei und ihre Führer bitten nicht, sie fordern! Sollte sich das eine Staatengemeinschaft auf Dauer gefallen lassen?

Die Zeiten sind vorbei, in denen geglaubt wurde, die Sonne ginge in der Türkei auf. Das war bis zum Mittelalter vertretbar. Die Türkei, will es uns aber glauben machen. Sie und ihre Führer haben immer noch nicht verstanden, wenn man Atatürk ausnimmt, dass wir in der Neuzeit leben.

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