Täglich wird man mit immer
neuen Überschwemmungen, Deichbrüchen und Hochwasser-Rekordmarken in den Medien konfrontiert
Unsere Kanzlerin hatte
recht schnell eine Hilfe von 100 Millionen Euro zugesagt. Aber das ist, Entschuldigung
wegen des Vergleichs, „ein Tropfen auf
den heißen Stein“.
Beim letzten Jahrhundert-Hochwasser
2002, das lediglich 11 Jahre zurückliegt, wurden dessen Marken vom derzeitigen Hochwasser bei Weitem
überschritten.
2002 wurden Hilfen zum Deichbau zugesagt, die offenbar nicht
eingehalten wurden. Angesichts der desolaten Lage in den betroffenen Gebieten, bei
aufgeweichten und gebrochenen Deichen, fragt man sich unwillkürlich, wo ist die
Finanzhilfe von 2002 abgeblieben?
Viele Einwohner der
betroffenen Gebiete haben noch nicht einmal ihre Kredite zurückzahlen können und
sind nun mit neuerlichen finanziellen Problemen belastet. Ihnen steht im wahrsten Sinne des Wortes, "das Wasser bis zum Hals".
Wenn man auf der anderen
Seite sieht, welche enormen Kredite Griechenland erhalten hat, das erste Rettungspaket
110 Milliarden Euro zuzüglich eines Schuldenerlasses der Gläubiger. Das zweite
Paket rund 165 Milliarden Euro, die nach EZB Angaben weitgehend im Land versickert
sind, weil keine ausreichenden wirtschaftlichen Konsequenzen erfolgten, fragt
man sich unwillkürlich, warum bekommen die eigenen Landsleute so wenig. Von den
Hilfen kommt ein Großteil aus Deutschland.
Bei vielen Betroffenen in
den Hochwassergebieten ist es mittlerweile eine Frage der Existenz geworden, Familien,
die innerhalb von 11 Jahren das zweite Mal ihr Hab und Gut verloren haben.
Es wird Zeit, dass die
Regierung endlich auch mal den eigenen Landsleuten mit ausreichenden finanziellen
Mitteln unter die Arme greift, nicht nur mit solch läppischen Beträgen und dabei auch gleichzeitig Gelder in den Hochwasserschutz investiert.
Es wird Zeit, dass unsere
Politiker umdenken.
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