Montag, 10. Juni 2013

Reichen 100 Millionen Euro Hochwasser-Hilfe im eigenen Land?



Täglich wird man mit immer neuen Überschwemmungen, Deichbrüchen und Hochwasser-Rekordmarken in den Medien konfrontiert
Unsere Kanzlerin hatte recht schnell eine Hilfe von 100 Millionen Euro zugesagt. Aber das ist, Entschuldigung wegen des Vergleichs,  „ein Tropfen auf den heißen Stein“.

Beim letzten Jahrhundert-Hochwasser 2002, das lediglich 11 Jahre zurückliegt, wurden dessen Marken vom derzeitigen Hochwasser bei Weitem überschritten. 
2002 wurden Hilfen zum Deichbau zugesagt, die offenbar nicht eingehalten wurden. Angesichts der desolaten Lage in den betroffenen Gebieten, bei aufgeweichten und gebrochenen Deichen, fragt man sich unwillkürlich, wo ist die Finanzhilfe von 2002 abgeblieben?
Viele Einwohner der betroffenen Gebiete haben noch nicht einmal ihre Kredite zurückzahlen können und sind nun mit neuerlichen finanziellen Problemen belastet. Ihnen steht im wahrsten Sinne des Wortes, "das Wasser bis zum Hals".

Wenn man auf der anderen Seite sieht, welche enormen Kredite Griechenland erhalten hat, das erste Rettungspaket 110 Milliarden Euro zuzüglich eines Schuldenerlasses der Gläubiger. Das zweite Paket rund 165 Milliarden Euro, die nach EZB Angaben weitgehend im Land versickert sind, weil keine ausreichenden wirtschaftlichen Konsequenzen erfolgten, fragt man sich unwillkürlich, warum bekommen die eigenen Landsleute so wenig. Von den Hilfen kommt ein Großteil aus Deutschland.

Bei vielen Betroffenen in den Hochwassergebieten ist es mittlerweile eine Frage der Existenz geworden, Familien, die innerhalb von 11 Jahren das zweite Mal ihr Hab und Gut verloren haben.

Es wird Zeit, dass die Regierung endlich auch mal den eigenen Landsleuten mit ausreichenden finanziellen Mitteln unter die Arme greift, nicht nur mit solch läppischen Beträgen und dabei auch gleichzeitig Gelder in den Hochwasserschutz investiert.

Es wird Zeit, dass unsere Politiker umdenken.

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