Mittwoch, 17. April 2013

Können wir in Berlin überhaupt noch etwas?



Ist das nicht zum Wimmern? Da ist der Flughafen BER noch nicht fertig, die Feuerlöschanlage funktioniert immer noch nicht, neben etwa 300 anderen kleinen und großen Fehlern. Alle wurden fein säuberlich aufgelistet und nun ist unser größter und neuester Bahnhof, der Hauptbahnhof nach 7 Jahren schon wieder kaputt. Ein kühner architektonischer Bau, vielleicht ein wenig zu kühn. Vielleicht wäre man besser beraten gewesen, Bewährtes einzusetzen. Die Schnellbahnbögen aus den 20igern, die das Stadtgebiet durchziehen halten ja immer noch.

Beim Hauptbahnhof muss der Gleisunterbau für die Schnellbahn neu befestigt werden, eine Brückenkonstruktion, die offensichtlich zu schwach dimensioniert ist und deren Verbindungselemente nicht halten. Man spricht von einer Belastung, die man offensichtlich nicht berücksichtigt hatte. Ich vermeide in diesem Zusammenhang ausdrücklich das Wort „Pfusch am Bau“. So etwas kann ja passieren, aber in Berlin häufen sich solche Desaster.

Die Autobahnüberbauung „Die Schlange“ wäre ja auch fast im Sand versunken, hätten nicht unsere amerikanischen Freunde mit einigen Panzern ausgeholfen. Allerdings kann ich mich erinnern, dass die Bauordnung geändert werden musste, um den Vorzeigebau nicht abreißen zu müssen. Die Toleranzen stimmten einfach nicht.

So etwas habe ich allerdings vom BER auch gehört, dass Gebäude im märkischen Sand stärker einsinken, als gewollt und genehmigt.

Wenn jetzt der Hauptbahnhof zum Teil gesperrt werden muss, wird das zu einem Verkehrschaos führen, da er Schnittpunkt verschiedener Linien ist.
Vielleicht wären alle in Zukunft besser beraten, etwas langsamer zu bauen, dafür aber etwas gediegener und stabiler. Grundsätzlich bin ich nicht gegen neue Baumethoden, aber sie sollten schon etwas länger als 7 Jahre halten.

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