Ist das nicht zum Wimmern?
Da ist der Flughafen BER noch nicht fertig, die Feuerlöschanlage funktioniert immer
noch nicht, neben etwa 300 anderen kleinen und großen Fehlern. Alle wurden fein
säuberlich aufgelistet und nun ist unser größter und neuester Bahnhof, der Hauptbahnhof
nach 7 Jahren schon wieder kaputt. Ein kühner architektonischer Bau, vielleicht
ein wenig zu kühn. Vielleicht wäre man besser beraten gewesen, Bewährtes
einzusetzen. Die Schnellbahnbögen aus den 20igern, die das Stadtgebiet
durchziehen halten ja immer noch.
Beim Hauptbahnhof muss der
Gleisunterbau für die Schnellbahn neu befestigt werden, eine
Brückenkonstruktion, die offensichtlich zu schwach dimensioniert ist und deren
Verbindungselemente nicht halten. Man spricht von einer Belastung, die man
offensichtlich nicht berücksichtigt hatte. Ich vermeide in diesem Zusammenhang
ausdrücklich das Wort „Pfusch am Bau“. So etwas kann ja passieren, aber in
Berlin häufen sich solche Desaster.
Die Autobahnüberbauung „Die
Schlange“ wäre ja auch fast im Sand versunken, hätten nicht unsere
amerikanischen Freunde mit einigen Panzern ausgeholfen. Allerdings kann ich
mich erinnern, dass die Bauordnung geändert werden musste, um den Vorzeigebau
nicht abreißen zu müssen. Die Toleranzen stimmten einfach nicht.
So etwas habe ich
allerdings vom BER auch gehört, dass Gebäude im märkischen Sand stärker
einsinken, als gewollt und genehmigt.
Wenn jetzt der Hauptbahnhof
zum Teil gesperrt werden muss, wird das zu einem Verkehrschaos führen, da er
Schnittpunkt verschiedener Linien ist.
Vielleicht wären alle in
Zukunft besser beraten, etwas langsamer zu bauen, dafür aber etwas gediegener
und stabiler. Grundsätzlich bin ich nicht gegen neue Baumethoden, aber sie sollten
schon etwas länger als 7 Jahre halten.
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