Es wird viele über die Zypernkrise geredet. Aber ist die Zypernkrise eigentlich die Krise Zyperns oder nur einiger deutscher Banken, die rund 6 Milliarden Euros an Firmen und Investoren auf Zypern verliehen haben und möglicherweise auf ihren Forderungen sitzen bleiben?
Die zyprischen Banken müssen jedenfalls liquide sein, sonst könnten nicht Zwangsabgaben für Guthaben angedroht werden. Woran liegt es also?
Sollen wieder nur einmal die deutschen Großbanken gerettet werden, für offensichtlich nach- oder fahrlässig vergebene Kredite an die zypriotische Wirtschaft?
Bei jedem, der einen Klein- und Mittelkredit benötigt, wird bis ins Kleinste geprüft, gescort, dass auch nichts unberücksichtigt bleibt, es wird das Unterste zuoberst gekehrt, dass nicht auch ein noch so kleines Detail des Kreditnehmer unentdeckt bleibt. Ist das auch bei Großkrediten so? Offensichtlich nein!
Nun könnte man ja meinen, die Banken haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht und könnten die Kredite als uneinbringlich abschreiben, sie könnten das sogar steuerlich geltend machen. Aber ist damit Zypern geholfen?
Bedeutet eine Intervention der EU und des IWF nicht letztendlich, dass wir gutes Geld, Schlechtem hinterherwerfen?
Wir haben bei den vielen Pleiten, die wir schon durchlebt haben doch eine Erfahrung gemacht und diese hat Allgemeingültigkeit, ich glaube der Satz ist von André Kostolany, oder vielleicht doch von Warren Buffet: "Das Geld ist nicht verloren, es haben nur andere."
Man kann sich noch so viele Gedanken darüber machen, die Zahlung der EU an Zypern ist scheints beschlossene Sache, egal wie die Abstimmung über die Zwangsabgaben bei Konten mit Guthaben auch ausgeht.
Warten wir es ab, es gibt ja noch mehr Wackelkandidaten in Europa, sei's Italien, Spanien oder Portugal.
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