Mittwoch, 20. März 2013

Quo vadis Cyprus?




Die Politiker haben entschieden und sich gegen eine Zwangsabgabe der Sparer gewandt. Eine konsequente Entscheidung, wie ich finde. Die zypriotische Bevölkerung ist froh und erleichtert, da es nicht an ihre Guthaben geht und sie nicht mit verantwortlich gemacht werden, für eine falsche Wirtschaftspolitik.

Damit steht aber der Rettungsschirm nicht mehr zur Verfügung und Zyperns Wirtschaft und seine Banken befinden sich im freien Fall,sollte sich nicht doch in letzter Minute eine Lösung finden, ansonsten droht der Staatbankrott.
Alle Anleger und Investoren werden dann leer ausgehen, auch die deutschen Banken oder gerade sie. Für sie geht es um 6 Milliaren Euro, die möglicherweise als uneinbringliche Forderung abgeschrieben werden müssten.

Das ganze Desaster ist nur entstanden durch total überdimensionierte Banken, die Bank of Cyprus und die Laiki Bank, die ohne fremdes und vor allem frisches Kapital schon seit längerem nicht überleben können. Das ist die Hauptursache des ganzen Finanzproblems. Bei Zockern heißt das "Schneeballsystem".
Zu viele griechische Staatsanleihen haben die Bilanzen aufgebläht. Kapitalanleger, besonders Aktionäre und Inhaber von Anleihen sehen ihr Anlagekapital mit rapidem Tempo täglich schwinden.

Nur die Sparer haben noch ihr Guthaben und die sind zumindest bis zu einer Höhe von 100 Tausend Euro durch die staatliche Einlagensicherung geschützt.
Finanzfachleute halten eine geordnerte Insolvenz für die sauberste Lösung, als die Kleinsparer abzuzocken.
Zypern als Finanzschauplatz wird verschwinden, sollte sich nicht doch noch eine Lösung finden lassen oder mit einem anderen, neuen  Konzept wie Phoenix aus der Asche steigen.

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