Der Prozess gegen die NSU Mörder und deren Unterstützer
Am 17.April beginnt in München nun endlich der
Prozess, der die NSU Morde zum Gegenstand hat, bei denen 10 Menschen getötet wurden, acht Mitbürger
türkischer Herkunft, ein Mitbürger griechischer Herkunft und eine deutsche
Polizistin. Alles Bürger unseres Staates.
Die beiden Haupttäter Mundlos und Böhnhardt können nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden, sie sind bereits tot. Angeklagt ist aber ihre Komplizin Beate Z. und Helfershelfer der Gruppe NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) Einer rechtsradikalen terroristischen Vereinigung.
Die beiden Haupttäter Mundlos und Böhnhardt können nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden, sie sind bereits tot. Angeklagt ist aber ihre Komplizin Beate Z. und Helfershelfer der Gruppe NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) Einer rechtsradikalen terroristischen Vereinigung.
Wir haben ja in unserem gemeinsamen Buch von
Lutz Hunger, Ali Yumusak und mir darüber berichtet, das bereits am 21.3. 2012
erschienen ist, dem internationalen Welttag gegen den Rassismus.
Schon vor Prozessbeginn, gibt es Streit. Für die
Journalisten stehen im Gerichtssaal lediglich 50 Plätze zur Verfügung und kein
türkischer Journalist wurde akkreditiert, obwohl das Verfahren bisher in der
Türkei mit großem Interesse beobachtet wird. Ein Affront, wie ich finde. Das
Prozessverfahren kann nur aus der Ferne beobachtet werden und darüber auch nur
aus der Ferne berichtet werden.
Es ist vielleicht ein kleiner Trost, wenn
überhaupt, für die türkischen Beobachter, es wurde auch kein anderer
ausländischer Journalist akkreditiert. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist
die Tatsache, dass aber Journalisten von 5 ARD Sendern zugelassen wurden. Bei einem Prozess solchen politischen Ausmaßes und solchem internationalen Interesse ist es unmöglich einen derart kleinen Gerichtssaal zu wählen.
Die Justiz redet sich damit heraus, dass
es eine Reihenfolge der Anmeldungen gegeben hat – wer zuerst kommt, malt
zuerst.
Ein wenig mehr Fingerspitzengefühl und auch
Rücksichtnahme auf die Angehörigen der Opfer wäre wünschenswert gewesen, dass eine faire Berichterstattung in ihre Heimatländer ermöglicht worden wäre.
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