Dienstag, 26. März 2013

Der Prozess gegen die NSU Mörder





Der Prozess gegen die NSU Mörder und deren Unterstützer

Am 17.April beginnt in München nun endlich der Prozess, der die  NSU Morde zum Gegenstand hat, bei denen 10 Menschen getötet wurden, acht Mitbürger türkischer Herkunft, ein Mitbürger griechischer Herkunft und eine deutsche Polizistin. Alles Bürger unseres Staates.
Die beiden Haupttäter Mundlos und Böhnhardt können nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden, sie sind bereits tot. Angeklagt ist aber  ihre Komplizin Beate Z. und Helfershelfer der Gruppe NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) Einer rechtsradikalen terroristischen Vereinigung.
 


Wir haben ja  in unserem gemeinsamen Buch von Lutz Hunger, Ali Yumusak und mir darüber berichtet, das bereits am 21.3. 2012 erschienen ist, dem internationalen Welttag gegen den Rassismus.
 
Schon vor Prozessbeginn, gibt es Streit. Für die Journalisten stehen im Gerichtssaal lediglich 50 Plätze zur Verfügung und kein türkischer Journalist wurde akkreditiert, obwohl das Verfahren bisher in der Türkei mit großem Interesse beobachtet wird. Ein Affront, wie ich finde. Das Prozessverfahren kann nur aus der Ferne beobachtet werden und darüber auch nur aus der Ferne berichtet werden. 
Es ist vielleicht ein kleiner Trost, wenn überhaupt, für die türkischen Beobachter, es wurde auch kein anderer ausländischer Journalist akkreditiert. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass aber  Journalisten von 5 ARD Sendern zugelassen wurden. Bei einem Prozess solchen politischen  Ausmaßes und solchem internationalen Interesse ist es unmöglich einen derart kleinen Gerichtssaal zu wählen.
Die Justiz redet sich damit heraus, dass es eine Reihenfolge der Anmeldungen gegeben hat – wer zuerst kommt, malt zuerst.
Ein wenig mehr Fingerspitzengefühl und auch Rücksichtnahme auf die Angehörigen der Opfer wäre wünschenswert gewesen, dass eine faire Berichterstattung in ihre Heimatländer ermöglicht worden wäre.

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