Der
CDU-Bundestagsabgeordnete Hartwig Fischer (64, CDU) schlägt vor: Die
Pferdefleisch-Lasagne soll nicht vernichtet, sondern an Arme in Deutschland
verteilt werden!
Jetzt
werden die Leser wieder sagen, typisch CDU!
Anstatt diejenigen zu suchen und
zur Rechenschaft zu ziehen, die dafür verantwortlich sind, die Veterinäre, die
Lebensmitteltechniker, die Politiker und Beamten, die die Einfuhr und die
Verwendung dieses Fleisches letztendlich abgesegnet haben, sollen nun die
Schwächsten der Gesellschaft die Suppe auslöffeln, die uns die Politik in ihrer
Unfähigkeit eingebrockt hat. Sollen sie doch das doch selber.
Wieder
geht es gegen die Schwächsten der Gesellschaft, gegen die Unterprivilegierten,
diejenigen, die keine Lobby haben. Aber so war es eigentlich immer. Früher in
der Gründerzeit mussten die schwächsten der Gesellschaft Wohnungen in den
Mietskasernen der boomenden Stadtbauten trocken wohnen, damit die Herrschaften
keinen Schaden nehmen und haben sich dafür TBC und chronische Bronchitis
dadurch eingefangen.
Heute sollen sie falsch
deklarierte Nahrung aus unklaren Herkunft essen. Die Zeiten haben sich
gewandelt, aber nur wenig.
Unsere Politik versucht
alles schönzureden, es werden bei Missständen schnell mal
Untersuchungsausschüsse gegründet, anstelle präventiv, also vorausschauend zu
arbeiten und zu planen.
Was haben wir eigentlich aus
der BSE-Krise gelernt, welche Konsequenzen und Schlüsse hat die Politik daraus
gezogen? Offensichtlich keine. Erinnern wir uns, als BSE verseuchtes
Rindfleisch von Großbritannien importiert wurde und es keine Möglichkeit gab,
den Import dieses verseuchten Fleisches zu verhindern, da die EU Embargos
verboten hatte.
Da wurden kranke,
verseuchte Rinder kreuz und quer durch Europa gekarrt, nur um die Spuren der
Herkunft zu verschleiern. Was haben wir oder besser unsere Politiker daraus
gelernt? Offensichtlich nichts!
Wie ist es mit dem Gen
manipuliertem Gemüse, die Regierung redet das Risiko klein, doch als herauskam,
dass französische Biologen herausgefunden haben, dass dieses veränderte Gemüse
als Tierfutter auch Veränderungen bei den Tieren hervorruft, was ist geschehen?
Nichts! Es gibt immer noch Gen-Mais,
Gen-Gemüse und Gen-Getreide.
Was wurde aus dem Fleisch
Skandal vor ein paar Jahren, als verdorbenes Fleisch in den Handel kam und in
Fertiggerichten und im Döner landete? Außer ein paar lapidaren Erklärungen –
nichts!
Ich habe den Eindruck,
unsere Politiker sind nicht lernfähig und die Fähigkeit kongnitiv zu denken,
fehlt ihnen gänzlich, wenn es um „Kohle“ geht. Aber wir sind diejenigen, die
die Politiker wählen. Vielleicht sollten wir, das Stimmvieh, umdenken.
Mir fällt im Zusammenhang
mit diesen Desastern immer das Zitat von
Häuptling Seattle, Chief der Cree Indianer von 1851 ein, das es auf den Punkt
bringt.
„Erst
wenn der letzte Baum gefällt, der
letzte Fluss verschmutzt und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr
feststellen, dass man Geld nicht essen kann.“
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