Freitag, 22. Februar 2013

Was wird aus den Pferdiggerichten?



Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hartwig Fischer (64, CDU) schlägt vor: Die Pferdefleisch-Lasagne soll nicht vernichtet, sondern an Arme in Deutschland verteilt werden!
Jetzt werden die Leser wieder sagen, typisch CDU!
Anstatt diejenigen zu suchen und zur Rechenschaft zu ziehen, die dafür verantwortlich sind, die Veterinäre, die Lebensmitteltechniker, die Politiker und Beamten, die die Einfuhr und die Verwendung dieses Fleisches letztendlich abgesegnet haben, sollen nun die Schwächsten der Gesellschaft die Suppe auslöffeln, die uns die Politik in ihrer Unfähigkeit eingebrockt hat. Sollen sie doch das doch selber.
Wieder geht es gegen die Schwächsten der Gesellschaft, gegen die Unterprivilegierten, diejenigen, die keine Lobby haben. Aber so war es eigentlich immer. Früher in der Gründerzeit mussten die schwächsten der Gesellschaft Wohnungen in den Mietskasernen der boomenden Stadtbauten trocken wohnen, damit die Herrschaften keinen Schaden nehmen und haben sich dafür TBC und chronische Bronchitis dadurch eingefangen.
Heute sollen sie falsch deklarierte Nahrung aus unklaren Herkunft essen. Die Zeiten haben sich gewandelt, aber nur wenig.
Unsere Politik versucht alles schönzureden, es werden bei Missständen schnell mal Untersuchungsausschüsse gegründet, anstelle präventiv, also vorausschauend zu arbeiten und zu planen.

Was haben wir eigentlich aus der BSE-Krise gelernt, welche Konsequenzen und Schlüsse hat die Politik daraus gezogen? Offensichtlich keine. Erinnern wir uns, als BSE verseuchtes Rindfleisch von Großbritannien importiert wurde und es keine Möglichkeit gab, den Import dieses verseuchten Fleisches zu verhindern, da die EU Embargos verboten hatte.
Da wurden kranke, verseuchte Rinder kreuz und quer durch Europa gekarrt, nur um die Spuren der Herkunft zu verschleiern. Was haben wir oder besser unsere Politiker daraus gelernt? Offensichtlich nichts!

Wie ist es mit dem Gen manipuliertem Gemüse, die Regierung redet das Risiko klein, doch als herauskam, dass französische Biologen herausgefunden haben, dass dieses veränderte Gemüse als Tierfutter auch Veränderungen bei den Tieren hervorruft, was ist geschehen?  Nichts! Es gibt immer noch Gen-Mais, Gen-Gemüse und Gen-Getreide.

Was wurde aus dem Fleisch Skandal vor ein paar Jahren, als verdorbenes Fleisch in den Handel kam und in Fertiggerichten und im Döner landete? Außer ein paar lapidaren Erklärungen – nichts!
Ich habe den Eindruck, unsere Politiker sind nicht lernfähig und die Fähigkeit kongnitiv zu denken, fehlt ihnen gänzlich, wenn es um „Kohle“ geht. Aber wir sind diejenigen, die die Politiker wählen. Vielleicht sollten wir, das Stimmvieh, umdenken.

Mir fällt im Zusammenhang mit  diesen Desastern immer das Zitat von Häuptling Seattle, Chief der Cree Indianer von 1851 ein, das es auf den Punkt bringt.

„Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss verschmutzt und der letzte Fisch gefangen ist,  werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.“

Ich mache folgenden Vorschlag. Alle Abgeordneten, Minister, Kanzler, Staatssekretäre und was auch immer werden zu einem Bankett geladen und es wird Gen-Gemüse an Pferdefleisch oder Lasagne angeboten alternativ BSE verseuchtes Rindfleisch, an Genmanipuliertem Gemüse, dazu gibt es gepanschten Wein oder mit Schadstoffen kontaminiertes Stilles Wasser. Alle werden gezwungen ihre Portionen aufzuessen und dann werden wir mal sehen, ob sie immer noch so sorglos mit der Gesundheit ihrer Wähler umgehen.

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