Man könnte sich totlachen, wenn es nicht so traurig wäre. Wie jetzt bekannt wurde, unmittelbar nach der letzten Aufsichtsratssitzung wird der Eröffnungstermin des neuen "Hauptstadt Flughafens BER" im Oktober 2013 nicht zu halten sein und auf unbestimmte Zeit verschoben. Die technischen Probleme sind nicht in den Griff zu bekommen, wie es heißt.
Es kann doch nicht so schwer sein einen Flughafen zu bauen! Brauchen wir denn in Berlin überhaupt einen Flughafen? Wir haben doch Gatow, den ehemaligen britischen Militärflughafen und wir haben Tempelhof, den Flughafen der Amerikaner. Beide Flughäfen könnten reaktiviert werden und neu in Dienst gestellt. Außerdem haben wir noch Tegel, der weiterhin in Betrieb sein könnte. Also so schlecht sind die Aussichten doch nicht - wir habens ja!
Unsere beiden Aufsichtsratsvorsitzenden, Matthias Platzeck, Ministerpräsident von Brandenburg (SPD) und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), die dieses Desaster mitzuverantworten haben, hüllen sich in Schweigen.
Ist schon eigenartig, zwei Sozialdemokraten in einem Gremium und sie haben offensichtlich keine Ahnung von dem, was sie zu tun haben.
Wozu braucht der Flughafen überhaupt einen Aufsichtsrat frage ich mich, kontrolliert wird doch scheinbar eh nichts, sondern nur schöngeredet. Da wäre ein Büttenredner aus Mainz oder Köln vom Karneval nützlicher.
Für die Zukunft des BER sehe ich goldene Zeiten, wenn auf dem Flughafengelände Windsurfer und Drachenflieger eine neue Heimat fänden. Die Pisten eignen sich sehr gut zum Skaten und Radfahren, genauso wie auf unserem Innerstädtischen Flughafen Tempelhof, der in einer Art Dornröschenschlaf dahin vegetiert, darauf wartend, wieder wachgeküsst zu werden.
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